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Epheser 1,3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat vom Himmel aus in Christus uns gesegnet mit einer Gnadenfülle durch den Geist. Das Sprachengebet

"Es ist gar nicht so einfach, sich verständlich

über jene Art des Gebets

auszudrücken, die an sich unverständlich

ist: Beten in anderen Sprachen."

So schreibt es Matthias Wenk , ein Chefredakteur einer christlichen Zeitung aus der Schweiz. Und ich muss ihm recht geben . Es ist schwer über etwas zu schreiben , was auf jemanden , der diese Gabe nicht kennt , keinen Sinn macht . Das Sprachengebt, oder das Beten in Zungen , wie es auch genannt wird, ist eine der Gaben , die seit Pfingsten an die Menschen gegeben wurde. Sie ist eine der vielleicht meist diskutierten Gaben. Ein Pastor aus Norddeutschland erklärte mir , dass es die Geistesgaben nicht mehr gibt , wie Paulus es im Hohelied der Liebe angekündigt hätte. Tatsächlich schreibt Paulus im ersten Brief an die Korinther:

"Die Liebe hört niemals auf. Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden."

Keine Frage , in diesem , dem achten , Vers sagt uns Paulus , dass die Geistesgaben aufhören werden . Doch wenn wir weiterlesen heißt es :
"9 Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; 10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan."

Hier erklärt uns Paulus , dass die Geistesgaben uns dann genommen werden , wenn der Leib Christi sie nicht mehr benötigt - wenn dass Vollkommene , sprich Gottes Reich, da sein wird . Ich glaube sagen zu dürfen : Es ist noch nicht da, das Vollkommene . Und daher werden auch die Charismen noch nicht ausgedient haben.

Aber was ist das eigentlich genau ?

Das Sprachengebet ist das Beten in einer nicht verständlichen Sprache. Sie wird nicht durch den Verstand geleitet, der erst Grammatik und Vokabeln abfragt , sondern ist eine direkte Zwiesprache des Herzens mit Gott. Nun sollte man , wie bei jeder anderen Gabe auch , prüfen , wann sie einzusetzen ist. Ansich ist sie nur zum persönlichen Gebet vorgesehen. Sie soll der Erbauung dienen .

1 Korinther 14

Zungenrede und prophetische Rede1 Strebet nach der Liebe; doch eifert auch nach den Geistesgaben, am meisten aber, daß ihr weissagen könnet! 2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand vernimmt es, im Geiste aber redet er Geheimnisse. 3 Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost. 4 Wer in Zungen redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde. 5 Ich wünschte, daß ihr alle in Zungen redetet, noch viel mehr aber, daß ihr weissagen könntet. Denn wer weissagt, ist größer, als wer in Zungen redet; es sei denn, daß er es auslege, damit die Gemeinde Erbauung empfange. ....

18 Ich danke Gott, daß ich mehr als ihr alle in Zungen rede. 19 Aber in der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit meinem Verstande reden, damit ich auch andere unterrichte, als zehntausend Worte in Zungen.

Im weiteren Verlauf gibt Paulus auch noch die Anordnung, dass innerhalbd er Gemeinde nur dann in Zungen gesprochen werden soll , wenn es wenigstens einen gibt , der die Gabe der Auslegung hat, weil ansonsten die Gemeinde ja keinerlei Erbauung erfährt.

Die größte gefahr liegt aber nicht in der Gabe , sondern , wie so oft , im Denken der Menschen. Es gibt (evangelikale) Gemeinden , in denen propagiert wird, dass diese gabe jeder Christ erhält , der , wie es dort so schön formuliert wird, die Taufe im Heiligen Geist bekommen hätte. was es damit widerrum im Einzelnen aus sich hat, ist hier zu vernachlässigen. Wichtiger ist es , klar zu stellen , dass es Unfug ist. Paulus schreibt im 12. Kapitel des ersten Korintherbriefes, dass es viele Gaben gibt, aber dass nicht einer alle haben muss. Ich finde es herrlich befreiend, kein christliches Allroundtalent sein zu müssen, dass sämtliche gaben in sich vereinen muss. Und wie kommt man nun an solche Gaben ?

Wie bei vielem anderen , ist es so, dass wir nicht immer das bekommen , was wir gerne haben würden. Doch der erste Schritt, wenn man diese , oder eine andere Gabe haben möchte, liegt darin , Gott darum zu bitten. Helmut Hanusch , ein Diakon aus Göttingen schreibt in einem Artikel : "Die Charismen oder "Geistesgaben" kommen vom Himmel, aber sie fallen nicht vom Himmel!.....Charismen kommen vom Himmel, werden von Gott geschenkt, aber er stülpt sie uns nicht einfach über. Er braucht unsere Bereitschaft, uns darauf einzulassen. Er braucht unsere Mitwirkung. Das ist Gottes liebevolle Pädagogik. ....Wie schon angeklungen, kann man nicht sagen, dass Charismen eine Belohnung für Wohlverhalten und ein Zeichen unserer Heiligkeit sind. ... Die Charismen besagen überhaupt nichts über den Reifezustand des einzelnen Menschen, sondern sie sind uns als Werkzeuge gegeben, um Gottes Auftrag auszuführen. Gott kann auch einen heidnischen König Kyrus (Jes 44) als seinen Beauftragten oder gar einen Esel (Num 22ff) als sein Sprachrohr benutzen!" Auch hier finde ich Freiheit. Ich kann darum bitten und wenn ich offen bin , dann schenkt mir Gott vielleicht die ein oder andere Gabe, jedoch muss ich keine bestimmte Heiligkeitsstufe erreichen, auf der es , sozusagen als Bonus , eine Gabe gibt.

Nunw erden viele Fragen , wozu manche überhaupt auf den Charismen "herumreiten".

Da es immer Menschen gibt , die klüger sind, lasse ich auch hier einen anderen sprechen.Pater Buob schrieb in einem Artikel folgendes zu den Geistesgaben :
"Charismen sind eine Quelle des Heils, die notwendig sind zum Aufbau des mystischen Leibes Christi. Paulus fordert uns mehrfach in seinen Briefen auf, nach ihnen zu streben. Das Vatikanische Konzil spricht von einer Pflicht, die Charismen anzunehmen. Der päpstliche Prediger wünschte, die Kirche möge wieder mit beiden Lungenflügeln atmen, dem Lungenflügel der Sakramente und mit dem der Charismen. Ohne die Charismen ist die Evangelisation nicht möglich. Die heiligmachende (Tauf-)Gnade ist gegeben, um uns selbst zu heiligen in der Ganzhingabe an Gott. Die charismatische Gnade, die ein Teil der Firmgnade ist, ist uns gegeben zur Heiligung der Mitmenschen. „Denn mit fortschreitendem Alter weitet sich der Geist. So kann jeder gründlicher die Talente entdecken, die Gott ihm geschenkt hat und wirksamer jene Charismen einsetzen, die ihm der Hl. Geist zum Wohl seiner Brüder verliehen hat." (Kirchendekret, also Dogma)"

Ich finde er beschreibt hier sehr gut , wie die Verbindung von Charisma und Alltag ist . Sie ist keine Sonderform des christlichen Lebens , sondern eine vollständig normale Angelegenheit , die jedem einzelnen zur Verfügung steht und genutzt werden soll.Sicher stehen nicht jedem alle Charismen auf einmal zur Verfügung, doch jedem ist von Gott gegeben und deswegen ist auch jeder begabt . Es liegt an uns zu suchen und zu beten um diese Gaben zu finden und zu fördern. Dazu gehört allerdings auch ein Stück Offenheit gegenüber dem , was uns noch unbekannt und ungewohnt ist.





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