* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt



* mehr
     Heilung
     Von Kindern , Knechten und anderen Knobeleien
     Hingabe
     Zungengebet
     Der schmerzensreiche Rosenkranz

* Links
     Gebetshaus
     revival.de
     kath.net
     jesus.de


Webnews

Webnews







 

Wenn man sich das Leben eines Christen als Automobil vorstellt, dass den Weg zum Herrn hinauf fährt , dann ist die Hingabe der Motor. Sie ist es, die in Bewegung versetzt und das Vorankommen erst möglich macht. Das Leben vieler Heiliger bezeugt es: Je größer die Hingabe , desto schneller ist man auf dem Weg der Heiligung. (Was aber nicht bedeutet, dass der Weg dadurch einfacher würde!) Hingabe ist vielmehr die bedingungslose Liebe , die es ermöglicht diesen steilen Weg überhaupt zu gehen.

Hingabe ist wirklich ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Diese Hingabe kann in ihrer Ausführung ganz unterschiedliche Formen annehmen , doch es gibt einige Punkte, die ihr immer eigen sind.

1) Hingabe ist zusammengesetzt aus Leidenschaft, Disziplin und Schriftwissen.

- Leidenschaft: Mit Leidenschaft meine ich nicht den Trieb , so wie ihn die moderne Psychologie gerne nennt. Ich meine die Kombination von Liebe und Eifer, die sich ganz auf unseren Herrn Jesus Christus hin ausrichtet. Sie drückt sich in Gottes - und Nächstenliebe aus, in Eifer und Taten , die Gott ehren und dem Nächsten dienen. Diese Leidenschaft ist Liebe und Eifer die auch Leid und Wüste übersteht, ja, an ihr sogar wachsen kann. Leidenschaft ist hier somit nicht als Wildwuchs von Emotionen gemeint, sondern die verzehrende , tätige Liebe zu unserem Herrn. Nehmen wir zum Beispiel Paulus: er wußte, dass er nicht das Musterbeispiel eines guten menschen war, bis er von Jesus berührt wurde, dann aber entwickelte er eine solche Hingabe, die bis heute bewundernswert ist. Er nahm Gefangenschaft, Schläge, Verleumdungen und Verfolgungen auf sich, nur um Jesus und seinen Brüdern und Schwestern zu dienen. Aber auch wir sind aufgefordert zu dieser Liebe. Wir sind es, die aufgefordert sind unseren Nächsten zu lieben und vor allem Gott ( Mt 22,37 Er aber sprach zu ihm : "Du sollst den Herrn , deinen Gott , lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstande ".38 Dieses ist das große und erste Gebot . 39 Das zweite aber , ihm gleiche , ist: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst ". 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten . 9 Denn das: "Du sollst nicht ehebrechen , du sollst nicht töten , du sollst nicht stehlen , laß dich nicht gelüsten ", und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Worte zusammengefaßt : "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst ". ). Wir können also nicht sagen, wir wären zu soclh einer LIebe, zu solch einer Hingabe nicht fähig. Im Gegenteil! Jesus hätte uns diese Gebote nicht vor Augen gehalten, wenn sie für uns unerreichbar wären!

- Disziplin: Disziplin ist für viele ( wie auch für mich) ein Stolperstein. Und doch ist sie unverzichtbar. Nur durch Disziplin kann aus der Leidenschaft Hingabe werden. Pure Leidenschaft ist immer in der Gefahr ein Spielball des eigenen Empfindens zu sein. Disziplin hilft uns treu zu sein. Treu im Gebet, im Dienst, in der Nächstenliebe. Disziplin ist es, die mich mit Gott verbindet, auch wenn mein Empfinden gerade gar nicht mag. Ohne Disziplin würden wir vielleicht nur nach Lust und Laune beten, würden den Dienst in der Gemeinde vielleicht nur dann übernehmen, wenn er uns gerade in den Kram passt. Disziplin lässt uns auch auf geistlichen Durststrecken durchhalten, weitergehen. Sie ist es auch ,die es uns erst möglich macht , unseren Standespflichten nach zukommen. So wie die Liturgie der Messe ja auch ein festgelegter Ablauf ist. Sie ist nicht von unserer Willkür abhängig, sondern vielmehr steht sie fest und wird durch unsere Liebe lebendig. Aber Disziplin ist, wie schon gesagt , nicht immer einfach. Sie erfordert vor allem das Wissen über uns selbst. Denn, wenn ich weiß wo meine Schwachstellen liegen, dann weiß ich auch , wo erhöhte Disziplin erforderlich ist. Und diese Disziplin wird belohnt! (Mt 25, 21Sein Herr sprach zu ihm : Wohl , du guter und treuer Knecht ! Über weniges warst du treu , über vieles werde ich dich setzen ; gehe ein in die Freude deines Herrn .) Denn wie sollte uns Gott Großes anvertrauen, wenn wir das Kleine schon nicht erledigen!

- Schriftwissen: Vielleicht ist es für viele ungewohnt, dass ich auf das Schriftwissen wert lege. Aber dennoch halte ich es für unverzichtbar. Wir müssen uns Gottes Wort zu eigen machen. Wie sonst wollen wir, wie es die Bibel rät, das Schlechte verwerfen und das Gute behalten? Wie sonst wollen wir wissen, ob ein Einfall, eine Idee von Gott kommt oder von der anderen Seite ? Das Schriftwissen ist ein Mittel zur Unterscheidung und außerdem ist es Gottes liebevolle Zusage an uns. Wenn Christus uns als seine Braut bezeichnet, dann wundert es doch, dass es Menschen gibt, die von der Bibel nicht mehr wissen wollen, als daß, was unbedingt notwenig ist. Wer will denn von seinem Bräutigam auch nur das unbedingt notwendige Wissen ? So wie es auch schon von den ersten Jüngern beschrieben ist in der Apostelgeschichte(Apg 2, 42Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft , im Brechen des Brotes und in den Gebeten .) Wie auch die ersten Jünger im Obergemach gelehrt wurden, so müssen auch wir lernen. Die Kenntnis über das, was Gott sagt ist nicht nur Mittel zur Unterscheidung, sondern acuh zuStärkung des eigenen Glaubens. Viele, die schon einmal eine geistige Dürrezeit durchgemacht haben, werden bestätigen, dass es gerade dann gut ist sich auf das Wort Gottes berufen zu können, ohne die Bibel in die Hand nehmen und suchen zu müssen, was Gott zu diesem oder jenem Thema sagt.Außerdem ist es immer wieder für den großen Bereich der Privatoffenbarungen, zu wissen , was Gott dazu zu sagen hat. Denn acuh wenn wir natürlich unseren Brüdern und Schwestern erst einmal Glauben schenken wollen, so muss man doch auch Hinterfragen, was dort gesagt wird.(1Jo 4, 1 Geliebte , glaubet nicht jedem Geiste , sondern prüfet die Geister , ob sie aus Gott sind ; denn viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen .)

Hingabe, das darf man allerdings nicht übersehen , ist eine Entscheidung. Eine bewußte, nüchterne Entscheidung. Sie ist etwas, das man mit klarem Kopf ansehen sollte. Denn sie muss vollständig sein. Halbe Sachen gibt es da nicht.(Offb 3, 16Also , weil du lau bist und weder kalt noch warm , so werde ich dich ausspeien aus meinem Munde . ) Das bedeutet nicht gleich ins Kloster gehen zu müssen , wie einige nun vielleicht denken werden, sondern vielmehr eine bewußte Entscheidung, sein Leben in Christus Hände zu legen und nicht mehr seine eigenen Wünsche erfüllt sehen zu wollen . Man muss sich darüber klar sein, seine eigenen Wünsche , Träume und Hoffnungen in Gottes Hände zu legen, auch unter der Gefahr, dass man sie vielleicht nicht erfüllt bekommt. Gebe ich mich Gott ganz hin , so lege ich damit auch einen Teil meines Willens ab, bestimme nun nicht mehr selber über mein Leben. Sondern überlasse es Gott, mich zu führen und zu behüten. (Gal 2, 20ich bin mit Christo gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat).Diese vollkommene Hingabe ist es, die Paulus sagen lässt, dass er nun ein Knecht Jesu sei.(Rö1,1)

Und vergessen wir nicht : Halbe Sachen bringen nur unvollständige Dinge hervor... Aus dieser vollkommenen Hingabe erwächst somit auch Konsequenz. Konsequenzen in Familie, Beruf, Freizeit und Gemeindeleben. Das Leben muss sich damit automatisch verändern. Das eigene Handeln muss bewußt sein, nicht aus einer Laune heraus . Es sind oft die Kleinigkeiten,die diese Wandlung ausmachen. Das öffentliche Tischgebet, der regelmäßige Besuch der Heiligen Messe, der Umgang mit meinen Mitmenschen. Sicher sind wir nicht sofort perfekt, aber nach und nach wird es sich ändern. Unser Verhalten, unser Denken wird sich ändern. Aber, und das muss ich auch sagen. Dadurch kann unser Freundes und Bekanntenkreis erheblich schrumpfen. Wir müssen uns sicher nicht vollständig vn der Welt abkapslen, aber sicher muss sich etwas ändern (Ps1,1 Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rate der Gottlosen, und nicht steht auf dem Wege der Sünder, und nicht sitzt auf dem Sitze der Spötter, 2 Sondern seine Lust hat am Gesetz Gottes und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! ) Wer absichtlich und mir offenen Augen einen falschen Weg einschlägt und mich da mit hineinzieht, der schadet mir mehr, als das ich ihm helfen kann. Das ist nicht leicht und es tut weh und doch kann ich auch diese Menschen Gott im Gebet anvertrauen und ihnen so ein wenig den Weg zu Gott ebnen.

Somit kann man sämtliche Bereiche des eigenen Leben aus der Hand in die Gottes legen. Gebe ich mich wirklich hin, so muss ich aber auch offen sein für Gottes handeln. Wenn ich mich verschließe, wenn ich eigentlich immer noch den alten, vermeintlich sicheren Weg gehen will, kann Gott mich nur schwer ändern. In einer solchen Offenheit, die geprägt ist, von der Frage nach Gottes Willen und getrieben wird von einer tiefen Leidenschaft für Ihn, kann ich keinen Schiffbruch erleiden. Dann bin ich geführt(.Mt 6, 33Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit , und dies alles wird euch hinzugefügt werden.)

Was ich hier als Hingabe beschreibe hört sich radikal an und das ist es wohl auch. Und doch ist es nichts anderes als das , was vor fast 2000 Jahren am Kreuz seinen letzten Liebesdienst fand. Das Leben Jesu war radikal und es wr unbequem und entbehrungsreich und doch war es das, was Gott uns in seinem Sohn vorgelebt hat, damit wir wissen wie es sein sollte.





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung