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1Eine Säule, auf der wir unseren Glauben aufbauen , ist die Heilige Schrift. Keine andere Schrift ist tiefer und keiner andere fordert uns so heraus – allerdings gibt uns auch keine andere mehr Rätsel auf. Mark Twain soll einmal gesagt haben , dass nicht die Bibelstellen im Bauchschmerzen bereiten würden , die er nicht verstehe , sondern die , die er verstehen würde . Warum er das sagte ist wohl klar: Das , was ich verstehe , muss ich auch umsetzen , auch wenn es schwer fällt. Nun gibt es einige Stimmen ( die immer lauter werden) dass Gott je schließlich unser Vater sei , er uns ja verzeihen würde und wir deswegen nichts zu fürchten hätten. Das stimmt auch , jedoch ist das nur teilweise richtig Gott sagt von sich selber , dass er ein eifersüchtiger Gott sei(2Mo 20, 5) , dass er allmächtig ist(1Mo 17, 1), er will durch uns Menschen reden(2Mo 4, 12). er schickt aber auch Plagen und Zorn(2Mo 11, 1) ... Hier bin ich erst im zweiten Buch Mose angekommen, man kann sich aso vorstellen , wie weit die Liste noch reichen würde , wenn man sie konsequent bis ins Letzte aufschreibt. Aber darum soll es vorerst gar nicht gehen. Klar sollte nur sein : Gott ist unser Vater –ja- aber eben auch ein strafender , richtender Gott. So wie wir Menschen unsere Kinder strafen , wenn sie partout nicht auf uns hören wollen, so kann auch Gott den Ungehorsam seiner Kinder nicht einfach ignorieren....

Aber vielleicht ist es nicht einmal so wichtig , wie Gott ist, sondern wer wir vor Gott sind. Gott werden wir in seiner allmacht und seiner Universalität nie vollständig ergründen können, aber wir müssen wissen , wer wir sind , damit wir ihm recht folgen können. Gerade das neue Testament gibt uns viele Anhaltspunkte um diese Fragen zu klären.Wie schon gesagt , wir sind Gottes Kidner , wir dürfen ihn Vater nennen und uns ihm ganz anvertrauen( Röm 8, 15) . Wenn wir aber das Neue Testament betrachten, so kann das nicht ohne einen Blick in das Alte Testament geschehen, denn Petrus, Pauslus , Jakobus und die anderen schrieben ja vor dem Hintergrund des Alten Testaments. Wenn wir also wissen wollen , wie wir ein gutes Kind unseres Vaters werden können, dann müssen wir wissen , was das Alte Testament über Kinder sagt.

Kinder waren die Sicherung der Zukunft(Joe 1, 3/Mi 2, 9). Der Begriff Kinder wird gerade auch in den Chroniken immer wieder für eine Stammeszugehörigkeit verwendet( 1Chr 9, 3) , dass diese aber auch eine geistige Vaterschaft sein kann , sagt Jesus in Matthäus 3,9. Kinder un Kindeskinder waren auch ein Grund zum Stolz auf die Familie , auf das erreicht (Spr 17, 6 ). Vom Verhalten der Kinder gingen Ehre oder Schande aus ( Spr 28, 7/Spr 29, 3) (Anm: Vor diesem Hintergrund ist auch das Gleichnis des verlorenen Sohnes besser zu verstehen) Wichtig war vor allem der Gehorsam den Eltern gegenüber(Spr 30, 17/Ps 45, 11/Spr 1, 8)

All das muss uns klar sein , wenn wir sagen , dass wir Gottes Kinder sein wollen! Wir können es fast eins zu eins auf unsere Beziehung zu Gott umsetzen .

Nun kommt der hl Paulus daher und macht uns das nette , reizende , ja in unserer Vorstellung fast schon kitschige Vater-Kind-Beziehung dahin , so sagt er in Rö1,1:

Röm 1, 1Paulus, ein Sklave Jesu Christi und zu einem Apostel berufen, abgesondert für Gottes gute Botschaft (Neue Welt Übersetzung)

Röm 1, 1Paulus , Knecht {O. Sklave; so auch später} Jesu Christi , berufener Apostel , abgesondert zum Evangelium Gottes (Elberfelder 1871)

Röm 1, 1 Paulus, Tjnajcht Jesus Tjristus, beroopna Apostel, ütjesondat too Vetjindjung de froohe Botschoft Gottes (Daut niee Testament up Platt)

Röm 1, 1Paulus, ä Knecht Chrischti Jesus, bruefe zum Aposchtel, üsgsondert, z predige des Evangelium Gottes,(Alemannische Bibel)

Rom 1, 1Paul, a servant of Jesus Christ, called [to be] an apostle, separated unto the gospel of God (American Standard Version)


Knecht ? Da sagt er später doch selber , dass wir keinen Geist der knechtschaft ,sondern den der Kindschaft empfangen hätten( ) und nun kommt er daher und sagt er sei ein Knecht ? Da fängt die erste Knobelei schon an . In unserer Vorstellung passt die Situation eines Knechtes (oder Sklaven, je nach Übersetzung) und der eines Kindes keineswegs zusammen . Aber , da ja auch einige andere sich als Knecht Jesu bezeichneten muss daran ja auch etwas sein . Wieder ist es wichtig sich zuerst anzusehen , welche For der Sklaverei/Knechtschaft im alten Israel bekannt war . Wer bereit ist seine Vorstellungen über Skaverei über Bord zu werfen wird einiges entdecken , was ihn in erstaunen versetzen wird.

Sklaven waren in der Antike allgemein üblich. Sklave zu sein oder Sklaven zu haben war auch zu Zeiten des Neuen Testamentes nichts verwerfliches. In den Büchern Mose finden sich zahlreiche Anweisungen für Sklaven und dabei wird klar zwischen hebräischen und nicht hebräischen Sklaven unterschieden. Für uns sind die hebräischen Sklaven wichtig , denn sie standen ja , ebenso wie wir , in einer Verbindung zu Gott . Zum Sklaven wurde man zumeist durch Armut oder die Unfähigkeit seine Schulden zu bezahlen(3.Mose25,39,47). Es gab auch Kriegsgefangene die als Sklaven dienten . Dieben wurden, wenn sie gefasst waren , ebenfalls zu Sklaven(2Mose22) .Kinder durften legal verkauft werden (2.Mose21,7 ; 2.Kön 4 ). Ein Sklave durfte aber maximal 6 jahre dienen . Danach musste man ihn freilassen( 2Mose,21 ), hatter er von seinem herrn eine Frau zugeteilt bekommen , so mussten diese und die gemeinsamen Kinder jedoch bleiben . Entschied sich der Sklave zum bleiben ,sei es aus Liebe zu seinem herrn und/ oder zu Frau und Kinder, wurde er speziell gekennzeichnet , musste jedoch im nächsten Erlassjahr entlassen werden(3Mose25) . Wurde ein Mädchen als Sklavin verkauft , so durfte sie vom Besitzer zum Verkauf angeboten werden (als Schutz der Frau)Wurde ein Hebräer an fremde verkauft , so musste ihn seine Familie auslösen(3Mose25). Das Leben als Sklave veränderte den sozialen rang nicht grundsätzlich, So konnte ein Sklave durchaus auch in der sozialen Rangordnung aufsteigen(1Mose15,1Mose39, 1.Chr 2), Eigentum erwerben und sich loskaufen(2.Sam9) oder selber Sklaven halten. Wollte ein Sklave seinenn Herrn verlassen , so hatte ihn dieser mit ausreichend Weizen , Fleisch und Wein zu versorgen(5Mose15). Ein Sklave durfte geschlagen , jedoch niemals getötet werden.( 2Mose21 ). Ein Sklave hatte somit zwar seinen Willen gegen den seines Herrn getauscht , jedoch war er lang nicht so schlecht dran , wie wir uns es vorstellen. Aber wiesosind wir denn nicht nur Gottes Kinder , sondern auch seine Knechte ? In unserem romantischen Freiheitsstreben gefällt uns meistens nicht Knecht zu sein . Ein Knecht ist eigentum des Herrn , er nimmt seinen Willen an, stellt eigene Wünsche hinten an. Ein Kind wird früher oder später gehen(1Mo 2, 24) Ein Knecht , hat er sich freiwillig dazu entschieden, bleibt.Das ist wiederum nur ein Aspüekt des Ganzen , jedoch denke ich , ist derKern des Ganzen klar geworden.

In unserer Zeit ist es wichtig, zu erkennen , dass es nur einen Gott gibt, dem wir folgen sollen . Keiner soll glauben ,dass es einfacher ist , Gott zu folgen , als den vielen Göttern in der Welt nachzugeben. Gott fordert von uns Konsequenz , eine Entscheidung, für ein Leben ,dass sich auf ihn allein ausrichtet. Die Apostel und Jünger wußten worauf sie sich einlassen.Schließlich waren sie dabei gewesen , wenn man sie wieder aus einer Stadt jagte , Jesus angegriffen und schließlich sogar ans Kreuz geschlagen wurde.Sie wußten es würde schwer . Spätestens nachdem Stephanus gesteinigt wurde, war allen klar, worauf sie sich einließen. Aber sie machten weiter – weil alle Entbehrungen , alle Schmerzen , alle Verfolgungen es wert waren. Paulus konnte alle die Momente in denen er gelitten hat kaum aufzählen (2.Kor 11,23-33). Diese Entschlossenheit , alles für Gott zu geben, ist heute nur selten zu finden. Wir schlagen uns zumeist mit Luxusproblemchen herum , wie der rechten Innenaustattung unserer Kirchen , der richtigen Art und Weise die Messe zu feiern oder der Frage , nach der Ordinierung von Frauen (zumal letzteres ja schon längst geregelt ist - Paulus schrieb ja nicht auf bloßen Verdacht seine Briefe) . Selbst für die Menschen in den Klöstern sind die Entbehrungen und Gefahren doch gering geworden , nimmt man einenVergleich mit den ersten Generationen von Christen. Sicher, keiner muss sich entschuldigen , weil es ihm gut geht. Doch wo bleibt bei all dem Gottes Wille ? Wo bleiben die Menschen die konsequent Gottes Wille suchen ? Was könnte alles erreicht werden , wenn man sich aus dem Sonntagschristsein verabschiedete und wieder auf Menschenfang und zur Seelenrettung überging? Brauchen wir nicht gerade in diesen Zeiten wieder eine Konzentration auf Gott , auf seinen Willen? Wir können nicht erwarten , dass Gott unser Handeln nachträglich segnet , wenn wir nicht bereit sind, jetzt darauf zu hören , was er eigentlich will. Was könnte also alles erreicht werden , wenn jeder Einzelne sich und sein Leben dem Willen Gottes unterordnete?

Aber wieso besteht ein Unterschied zwischen meinem Willen und dem Gottes? Die Bibel sagt , dass es durchaus Wünsche und Bitten gibt , die Gott uns erfüllt , weil sie in seinen Plan passen(1.Joh 5,14), bzw die wir so stellen ,dass sie seinem Willen gemäß sind . Aber wir sind als Menschen nun einmal keineswegs perfekt und so haben wir alle auch Wünsche und Träume und Bitten, die eben nicht in Gottes Willen liegen. Weil wir aber gewiß sein können , dass wir in Gottes Hand sicher sind, dass alles, was passiert gut ist, auch wenn wir es nicht erkennen (Rö8,28/Ps 119,114) können wir unsere Wünsche ganz in Gottes Hand legen und seinen Willen vorziehen. Selbst Jesus ordnete sich dem Willen seines Vaters unter (Mt26,39). Als er uns aufforderte ihm zu folgen , da schloß er seinen Gehorsam gegenüber Gott mit ein. Doch wie kann man herausfinden , was Gottes Wille ist ? Zum einen haben wir die Gebote ( damit meine ich die 10 Gebote die Mose erhalten hat, plus dem, das Jesus verkündet hat, plus den 5 Kirchengeboten), sie sind ein Leitfaden für unser Handeln . Zum anderen haben wir die Heilige Schrift. Sie ist Gottes Wort und kann uns somit klar sagen, was Gott möchte . Außerdem haben wir das Gebet , das reden mit Gott . Der Kathechismus kann ebenso eine gute Quelle sein. Auch das Gespräch mit anderen Christen kann eine Überprüfung oder ein Anstoß sein. Wie Gideon ein Vlies auszulegen(Richter6) , erscheint mir nicht als dauerhafte Methode ratsam. Wichtig ist jedoch, dass man Gottes Willen wirklich sucht!(Lk 12, 31)

Wenn man aber so handelt , also zuerst nach Gottes Willen fragt , dann muss man auch Verluste in Kauf nehmen.Das kann bedeuten , nicht nur von seinen Wünschen und Träumen Abschied nehmen zu müssen , sondern auch von gewohnten , liebgewordenen Dingen . Allerdings wird uns auch zugesprochen , dass wir dennoch genug haben werden, uns wird es , auch wenn wir einiges aufgeben , an nichts fehlen , dass wir brauchen.




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